Mafia: Definitive Edition im Test

Kaufpreis: 39,99 €
3.95

Funktionalität

3.5/5

Gameplay

4.1/5

Grafik

4.3/5

Positiv

  • Unterhaltsamer Mafia-Krimi
  • Schöne aufpolierte Grafik, tolle Reflektionen
  • Gute Mimik und detaillierte Charaktermodelle
  • Abwechslungsreiche Missionen
  • 3 Schwierigkeitsgrade, jederzeit wechselbar
  • Packende gut erzählte Story
  • Etwa 15-20 Stunden Spielzeit

Negativ

  • Nahkampf nicht Zeitgemäß
  • Gegner agieren nicht Clever
  • Geringe Waffenauswahl
  • Bugs und Fehler
  • nach Abschluss der Story nicht viel zu tun
Release:2020
Entwickler: Hangar 13
Modi:  Einzelspieler, Mehrspieler
Plattformen:PlayStation 4, Xbox One, Microsoft Windows
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Remake von Mafia – Amerika der 30-er Jahre. Autos, die über Kopfsteinpflaster rollen Männer die feine Anzüge tragen. Das ist Mafia. Das Remake von Mafia steht jedoch vor einer gewaltigen Aufgabe. Immerhin gilt das Original als eines der besten Actionspiele aller Zeiten. Für die Umsetzung ist Hangar 13 verantwortlich, Hangar 13 war ebenfalls für Mafia 3 zuständig und hat deshalb einen nicht ganz so guten Ruf bei den Mafia-Anhängern.

1. Funktionalität

Umfang: Die Gesichte bleibt unverändert, warum sollte man sie auch ändern, war es doch eine Grandiose Story im Original von 2002 so erwartet und auch im Remake eine mitreißende und sehr ernste Geschichte. In insgesamt 20 Missionen spielen wir Tommy Angelo unseren Hauptcharakter, der sich vom Taxifahrer zum beinharten Mafioso wandelt. Das Remake schafft etwas, was beim Original noch fehlte. Im Original wirkten die Charaktere eher Gefühllos und distanziert von der Handlung. Im Remake zeigen sich Tommy, Sam und vor allem Paulie wesentlich menschlicher. So wurden alle Charaktere und Figuren mit Schauspielern per Motion Capture aufgenommen. Das wichtigste für Fans des Originals alles wurde komplett neu vertont, also haben die Charaktere auch neue Stimmen. Die Zwischensequenzen wurden umfangreicher dargestellt und alle Dialoge neu geschrieben. Alle Charaktere wie etwa Paulie und Sam zeigen ihren eigenen Humor, Visionen und Träume.

Performance: Wir haben das Spiel auf dem PC testen dürfen, uns sind mehrere Fehler oder Bugs aufgefallen. Abstürze und Glitches waren in der Release-Version keine Seltenheit.

2. Gameplay

Steuerung: Nicht nur die Grafik wurde aufpoliert, sondern auch die Steuerung wurde von Grund auf neu gemacht. Dabei haben sich die Entwickler nah an die Steuerung von Mafia 3 orientiert und das Gameplay an moderne Deckungsshooter-Konventionen angepasst. Tommy kann nun hinter Wänden, Türrahmen und Verschlägen in Deckung gehen und lehnt sich zum Zielen dahinter hervor. Im Nahkampfsystem hingegen ist alles rudimentär geblieben, so müssen wir mit einer Taste für’s Ausweichen und einer zum Zuschlagen auskommen. Es gibt aber ohnehin nicht oft Zweikämpfe ohne Waffen, die meiste Zeit ballern wir mit Schrotflinten, Gewehren und Revolvern um uns. Recht groß ist die Auswahl an Waffen allerdings nicht. In den Missionen können wir immer nur eine Handwaffe und ein etwas größeres Kaliber mitführen, geschmückt wird das ganze von einer Vielzahl an Molotow-Cocktails oder Granaten.

3. Grafik: Die Grafik der Open World erstrahlt in einer vollkommen neuen Optik. Die Stadt Lost Heaven strotzt gerade zu vor Details und haucht so deutlich mehr Leben ein. Auch die vielen Details sind wie schon im Original bemerkenswert. Im Test haben wir ständig neues entdecken dürfen. Regnet es, so eilen die Passanten durch die Gassen und Straßen und schützen ihren Kopf. Ist man mit einem der rund 60 Fahrzeuge unterwegs fühlt man sich direkt in einer anderen Zeit versetzt. Fährt man durch einen Tunnel, wird der Empfang des Radios deutlich schlechter. Nutzt man den Baseballschläger um sein Fahrzeug ein wenig zu bearbeiten, sieht man wie sich die Abdeckung verbeult. Die Motoren der Oldtimer klingen sehr authentisch, die Auspuffrohre knattern deutlich und das Vibrieren des Controllers in Kurven fühlt sich gut an. Das Fahren macht richtig spaß, so nutzten wir die optionale Funktion “unwichtige” Fahrten zu überspringen, eigentlich nie.

Im Hintergrund sihet man Lost Heaven eine fiktive Großstadt der USA in den 1930er-Jahren, eine Mischung aus New York City und San Francisco.

4. Sonstiges:

Negativ ist allerdings, sobald die Hauptstory abgeschlossen ist, das es kaum noch etwas zu tun gibt. So wird man sicher nach dem Ende der Story nicht mehr lange mit dem Spiel zu bringen. Bei der “Freuen fahrt” hätten wir uns dann doch mehr Aktivitäten in der offenen Welt gewünscht. So fehlen uns ein paar kleinere Aufträge. Im Original war es noch möglich wenigsten noch mit Taxifahren ein bisschen die Spielt-Welt zu erkunden und sich ein bisschen Geld zu verdienen. Im Remake gibt es nur versteckte Herausforderungen. Ein paar neuen sammelbare Comic-Hefte und Zigarettenbildchen kann man nach der Story noch aufklauben, das wars dann aber auch, leider.

4. Fazit: Trotz Kritik hat Hangar 13 hat mit Mafia: Definitive Edition alles richtig gemacht. So sollte ein Remake aussehen. Die Grafik wurde nahezu auf heutigen Standard angehoben das Spielgefühl verbessert. Trotz des ein oder anderen Fehlers im Test wurde unser Spielgefühl nicht stark beeinflusst. Man fühl sich beim Spielen definitiv in die 1930er Jahre versetzt und möchte nur ungern aufhören zu spielen. Sowohl Neulinge als auch alte Hasen werden das Spiel gern spielen und einen Ehrenplatz für das Game finden.